Über uns

Leo Kestenberg Musikschule - Leitbild

Wir

  • sind für alle da, denen Musik wichtig ist.
  • entwickeln Unterrichts- und Musikangebote für Menschen aus allen Altersgruppen, allen gesellschaftlichen Schichten und aus den verschiedenen Kulturen.
  • fördern die individuellen Begabungen unserer Schüler_innen.
  • machen Mut, sich aktiv musikalisch zu betätigen, zu singen und zu spielen, alleine und gemeinsam mit anderen.
  • fördern das Musikverstehen, die Kenntnis der Musiksprachen und der Musikgeschichte
  • kooperieren mit anderen Einrichtungen innerhalb und außerhalb des Bezirkes, mit Kindergärten, Jugendfreizeiteinrichtungen, Orchestern, Chören ...
  • arbeiten in gegenseitigem Respekt zusammen – an der Weiterentwicklung und Verbesserung unserer Bildungsangebote

 

"Wir sind da für alle, denen Musik wichtig ist" - für alle?

 

Musik kann helfen, Grenzen zu überwinden. Wir tragen dazu bei.

 

Schon lange gibt es bei unseren Unterrichtsangeboten keine Altersgrenzen (-> Angebote für Erwachsene). Und zu der klassischen Musik kommen bei uns immer neue Stile hinzu: zuerst der Jazz, dann Rock- und Popmusik; und mehr und mehr auch Musik aus verschiedenen Kulturen.

 

Wo wir Barrieren erkennen, wollen wir sie abbauen. Manchmal braucht es Zeit, gerade wenn bauliche Veränderungen nötig werden. Z.B. fehlen uns noch viele Fahrstühle. Aber wir haben in jedem Ortsteil auch Unterrichtsräume, die sie ohne Treppen erreichen.

 

Finanzielle Probleme lassen sich mit Entgeltermäßigungen verringern. In besonders schweren Situationen hat der Förderverein der Leo Kestenberg Musikschule schon oft helfen können.

 

Auch sprachliche Barrieren wollen wir überwinden. Unsere Lehrkräfte kommen aus vielen Ländern. Sie sprechen viele verschiedene Sprachen. Wünschen Sie sich Unterricht in Ihrer Muttersprache? Schreiben Sie uns! Mit etwas Glück finden wir jemanden, mit dem Sie sich in Ihrer Muttersprache verständigen können.

 

Viele körperliche Probleme müssen beim Musik-Machen nicht behindern. Berühmt sind die Beispiele von Menschen, die nicht sehen könnten und trotzdem zu bekannten Musikern geworden sind.

 

Zur Freude an der Musik braucht es aber keine Höchstleistungen. Es kommt darauf an, sich musikalisch auszudrücken. Und wenn man dazu kommt, mit anderen gemeinsam zu musizieren, macht das besonders Spaß.

 

Unser Ziel ist es, jeden Schüler individuell zu fördern. Das bedeutet, dass wir besondere Fähigkeiten ebenso berücksichtigen wie das persönliche Lerntempo.

 

Inklusion bedeutet den Abbau von Barrieren. Besonders deutlich erlebt man Barrieren bei Behinderungen. Viele glauben deshalb, dass sich Inklusion nur an Menschen mit Behinderungen richtet. Der Anspruch geht aber viel weiter:

 

Niemand soll ausgeschlossen werden.

 

Wenden Sie sich an uns, wenn Sie hierzu Fragen und Wünsche haben!

Angebote für Erwachsene

Man ist nie zu alt, ein Instrument zu lernen oder Gesangsunterricht zu nehmen. An der Leo Kestenberg Musikschule erhalten Erwachsene in jedem Instrumentalfach Unterricht. Wenn Sie bereits singen oder ein Instrument spielen, können Sie auf ihrem Niveau in den Einzelunterricht einsteigen. Sie können aber auch ein Instrument ihrer Wahl von Beginn an lernen oder, wenn Sie gerne singen, ihre Stimme ausbilden lassen.

 

Für Fortgeschrittene gibt es die Möglichkeit, an einem Kammermusik-Ensemble für klassische, Alte Musik oder Neue Musik (Neue Musik. Neue Ton- und Klangkunst) mitzuwirken oder in eine Band der Fachgruppe Jazz, Rock, Pop einzusteigen. Wer in einem Streich- oder Sinfonieorchester mitwirken möchte, findet in den verschiedenen Ortsteilen des Bezirkes mehrere Angebote. Dies gilt ebenso für die Chöre der Musikschule, unter denen Sie zwischen verschiedenen Stilrichtungen und Formationen wählen können.

 

Für diejenigen, die gerne in der Gruppe musizieren möchten, aber noch nie ein Instrument gespielt oder Erfahrungen im Gesang gemacht haben, wurden spezielle Projekte eingerichtet. Dazu zählen beispielsweise das Blasorchesterprojekt (-> Bläserensembles) und die Bandklassen für Erwachsene  (-> Ensembles Jazz, Rock, Pop). Es geht um die Freude am gemeinsamen Musikmachen und am Erleben von Musik.

 

Das Blasorchesterprojekt richtet sich an Menschen, die gleichzeitig ein Blasinstrument erlernen und im Orchester spielen wollen. Der Klassenunterricht wird über die Dauer von zwei Jahren wöchentlich erteilt. Er beginnt mit Gruppenunterricht in den einzelnen Instrumentensätzen und einer anschließenden Orchesterprobe. Zur Wahl stehen Flöte, Klarinette, Saxofon, Trompete, Posaune, Horn, Tuba und Schlagwerk. Die Instrumente werden von der Musikschule gestellt. Nach Durchlaufen der Bläserklasse ist der Einstieg in ein weiterführendes Ensemble möglich. Zur Wahl stehen Ensembles mit klassisch-orchestralem Schwerpunkt oder mit offenerem Bandkontext und Raum für Improvisation.


Für Senioren gibt es das Angebot „Musik aktiv 55+“ (Leitung: Barbara Tzschätzsch) Hier wird Raum für Gemeinsamkeit und Kreativität geboten. Sie können singen, swingen, Rhythmus fühlen, hören, sich bewegen, ausprobieren, mit Liedern, Rhythmen und Musik aus Klassik, Folklore oder Popmusik.

 

Senioren höheren Alters sind eingeladen, an einem der Chöre des Programms „Senioren singen!“ (-> Ensembles: Chöre) teilzunehmen. Hier treffen in wöchentlichem Rhythmus alte Menschen zusammen und singen in lockerer und fröhlicher Atmosphäre. Jede Stimme ist zum Singen geeignet und willkommen. Gesungen werden alte Volkslieder und Schlager. Diese sind eine Fundgrube an schönen Melodien, sie spenden Trost, bringen Freude, wirken heilend - mal laut, mal leise, hell und rein, wild und kraftvoll oder zart: "Singen im Senioren-„Chor der Freude“, das macht mich froh. Bis heute verpasse ich keine Stunde, bin dankbar, in dieser frohen Runde. Und das seit zehn Jahren. Jede Minute, die ich hier singe, verlängert mein Leben um eine Stund’. Nun können Sie sich denken, wie alt ich werde. Heute bin ich 99 Jahre alt" (Ein Chormitglied)

 

Kooperationen mit öffentlichen Einrichtungen

Die Leo Kestenberg Musikschule unterhält zahlreiche Kooperationen mit öffentlichen Einrichtungen, z.B. Kindertagesstätten, Allgemeinbildende Schulen und Seniorenfreizeitstätten (siehe Angebote für Erwachsene).

 

Für Kindertagesstätten 

gibt es altersgemäße Angebote für Elementares Musizieren mit den Schwerpunkten „Rhythmik/Musik und Bewegung“ oder „Tanz“. Lieder, Verse, aber auch elementare Instrumente und vielfältige Materialien bieten Anregungen für die Entwicklung der ganzheitlichen und individuellen Ausdruckskraft eines jeden Kindes. Die Stimme wird beim Singen und Sprechen als wesentliches Ausdrucksmittel erfahren. Auch die natürliche Bewegungsfreude steht in enger Verbindung zu musikalischen Aktivitäten, besonders dem Musikhören und ist hilfreich bei der Entwicklung der Tonvorstellung.

 

Kurse für Kindertagesstätten des Bezirks Tempelhof-Schöneberg finden in den Räumen der Leo Kestenberg Musikschule statt. Die Lehrkräfte können auch in der Kita unterrichten, wenn hier geeignete Räume und Ausstattung bereitgestellt werden.

Bewerbungen der Kita-Leitung nimmt die Fachgruppenleitung ganzjährig entgegen.

 

 

Für Allgemeinbildende Schulen

wird Elementares Musizieren im Kursformat für Halbklassen und auch instrumentaler Unterricht in Gruppen angeboten.

 

Elementares Musizieren für Halbklassen erfolgt in den Fachrichtungen „Rhythmik“, „Elementare Musikpädagogik“ und „Tanz“ am Vormittag (siehe Elementares Musizieren). Das Angebot ist abhängig von den zur Verfügung gestellten Räumen und der instrumentalen sowie technischen Ausstattung.

 

Instrumentaler Gruppenunterricht kann den Kindern helfen, ein geeignetes Instrument für sich zu entdecken. Durch die Hör- und Bewegungsschulung am Instrument erfolgt auch eine Sensibilisierung des taktilen und visuellen Wahrnehmungsvermögens, die Feinmotorik wird entwickelt. Es können Gruppen mit vier bis fünf oder sechs bis acht Schülerinnen und Schülern eingerichtet werden.

 

Wird ein „Instrumentenkarussell“ (siehe Elementares Musizieren) gewünscht, erfolgt der Unterricht an mindestens vier verschiedenen Instrumenten zugleich, es werden entsprechend vier Unterrichtsräume gleichzeitig benötigt.

 

Ein mögliches Gruppenformat ist die „Youngsterband“ (siehe Jazz/Rock/Pop und Bandklassen). Kinder und Jugendliche erkunden in Band-Formation (Keyboard, E-Gitarre, E-Bass, Schlagzeug, Gesang) die Welt der Popularmusik.

 

„Klassenunterricht“ für Streich- oder Blasinstrumente ermöglicht Schülerinnen und Schülern von Beginn an intensive Musik- und Gemeinschaftserlebnisse.

 

Unsere Angebote für instrumentalen Gruppenunterricht am Vormittag oder in der schulischen Betreuungszeit sind kostenpflichtig. Ermäßigung ist möglich: 30% bei geringem Familieneinkommen oder 50% für Inhaber des Berlin-Pass´, ein schriftlicher Nachweis ist erforderlich.

 

Bewerbungen der Schulleitung nimmt die Fachgruppenleitung ganzjährig entgegen. Bei Interesse oder wenn Sie weitere Fragen haben, schreiben Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie uns an. Wir beraten Sie gern.

Internationaler Austausch

Wer an Kammermusik- oder Orchesterprojekten teilnimmt, hat die Chance, mit uns die Welt zu bereisen. Unsere Jugendbegegnungen erhalten Förderung aus Bundesmitteln und haben nationale und internationale Beachtung erfahren. Auf vielen Kongressen wurden unsere Austauschprojekte vorgestellt, und der Bundespräsident lud ins Schloss Bellevue ein. Alle Projekte sind begründet im gemeinsamen Musizieren, der Gewinn liegt aber nicht nur im musikalischen Resultat, sondern auch im menschlichen Miteinander.

Der Internationale Austausch begann im Jahr 2008 im Rahmen des Inter-
nationalen Leo-Kestenberg-Projektes in der freundschaftlichen Zusammenarbeit der Leo Kestenberg Musikschule und des Givatayim Conservatory in Israel. Seitdem wurde der Internationale Austausch mit hohem Engagement zu einem Aushängeschild der Musikschule ausgebaut – und er wächst.


2009 wurde vom Berliner Senat für die Partnerstadt Buenos Aires in Argentinien eine Berliner Musikschule für einen kulturellen Austausch gesucht. Der Auftrag wurde der Leo Kestenberg Musikschule erteilt.


Das Orquestas Juvenile entsandte zehn Jugendliche nach Berlin, um im Streichorchester der Leo Kestenberg Musikschule mitzuwirken. Das Projekt wurde mit einem festlichen Konzert im Roten Rathaus abgeschlossen. Bereits im Folgejahr erhielt das Streichorchester die Einladung zu einem Gegenbesuch in Buenos Aires. Es wurden weitere Kontakte geknüpft, u.a. mit dem Nachbarland Uruguay, dorthin ging die Reise im Jahr 2018, sowie mit dem Jacques-Dalcroze-Institut in Genf, Schweiz.


Durch einen Kollegen, der u.a. am Ithaca College, New York, als Professor für Klavier beschäftigt war, erhalten begabte Schüler_innen ein jährlich vergebenes Stipendium am dortigen Piano-Summer-Camp. Im Rahmen der Kooperation entwickelte sich ein fruchtbarer pädagogischer Austausch.


Ein weiterer Baustein ist ein Austauschprojekt der Fachgruppe Tasteninstrumente, das ausgewählte Klavierschüler_innen zur Vorbereitung eines vierhändig gespielten Konzertes an die Musikschule Isafjörđur in Island führte – eine spannende Erfahrung in diesem wilden nordischen Land mit Gletschern und speienden heißen Geysiren.


Unser wichtigster Partner ist das Givatayim Conservatory. Mit ihm verbindet uns unser Namensgeber, der Musikpolitiker, Pianist und Pädagoge Leo Kestenberg (1882-1962). Nach seiner Flucht vor den Nationalsozialisten wirkte er in Tel Aviv und richtete dort u.a. ein Seminar für Musikerziehung ein. Aharon Shefi, Mitbegründer und ehemaliger Leiter des Givatayim Conservatory, war sein Student. Seit dem Jahr 2008 besuchen sich die Orchester aus Givatayim und Berlin gegenseitig. Intensive Probenarbeit und spannende Ausflüge lassen die Jugendlichen auch menschlich einander näherkommen. Die gemeinsame musikalische Arbeit wurde mit viel Erfolg mehrfach in der Berliner Philharmonie präsentiert. Die Anwesenheit des israelischen Botschafters und von Berliner Politikern bei diesen Konzerten zeigt die Bedeutung, die auch von offizieller Seite der langjährigen internationalen Jugendarbeit beigemessen wird.

Über die Jahre sind viele Freundschaften entstanden, die stark geprägt sind durch das Bereichernde der verschiedenen Kulturen, denen wir angehören