Über uns

Dank zusätzlicher, vom Abgeordnetenhaus bewilligter Gelder konnten neue Stellen geschaffen werden. So wurden wichtige Impulse aufgegriffen und im Sinne Struktur stärkender Maßnahmen umgesetzt.
 
Orchesterschule
Neu eingerichtet wurde eine von Alexander Ramm geleitete, dreistufige Orchesterschule, die im Sinne des aufsteigenden Alters von der Anfänger- über die Mittelstufe zum fortgeschrittenen Orchesterspiel führt. Erarbeitet wird Musik aller Stilrichtungen und Epochen. Zeitgenössische Musik wird nach Möglichkeit zusammen mit ihren Komponisten einstudiert. Das Angebot gilt für alle motivierten jungen Instrumentalisten, die Lust auf Entdeckungsreisen ins musikalische „Miteinander“ haben.
 
 
 
Neue Musik. Neue Ton- und Klangkunst
Ebenso gibt es nun die von Dr. phil. Theda Weber-Lucks geleitete Fachgruppe "Neue Musik. Neue Ton- und Klangkunst" für alle aktuellen Entwicklungen in zeitgenössischer Neuer Musik, Klanginstallation und Musiktheater. Dazu zählen Workshops, Kurse und Einzelstunden in Komposition, Interpretation, Improvisation und Klangexperiment, musikalisch animierte Vorträge und Kooperationsprojekte, wie z.B. mit der Jungen Staatsoper, dem Deutschlandradio oder der Kommunalen Galerie „Haus am Kleistpark“. Die Fachgruppe steht Interessierten aller Altersgruppen offen.
 
Musiktheorie
Eine weitere Neuigkeit ist die Einrichtung der von Fred Vonderbank koordinierten Fachgruppe „Musiktheorie“. Mit der Formel: „Musiktheorie und Gehörbildung = Musikverstehen“ ist es unser Wunsch und Ziel, allen Musizierenden, ob „Hobbymusikus“ oder „Profi in spe“, diesen grundlegenden, bis ins Philosophische und Theologische hineinreichenden Bereich der Musik zu öffnen. Durch Kurse oder Einzelunterricht in Theorie und Gehörbildung möchten wir die sich im Wandel der Epochen verändernden, teils kunstvollen Systeme und Regelwerke zugänglich machen und die Neugier auf ein umfassendes „Musikverstehen“ wecken.

Internationaler Austausch

Wer an Kammermusik- oder Orchesterprojekten teilnimmt, hat die Chance, mit uns die Welt zu bereisen. Unsere Jugendbegegnungen erhalten Förderung aus Bundesmitteln und haben nationale und internationale Beachtung erfahren. Auf vielen Kongressen wurden unsere Austauschprojekte vorgestellt, und der Bundespräsident lud ins Schloss Bellevue ein. Alle Projekte sind begründet im gemeinsamen Musizieren, der Gewinn liegt aber nicht nur im musikalischen Resultat, sondern auch im menschlichen Miteinander.

Der Internationale Austausch begann im Jahr 2008 im Rahmen des Inter-
nationalen Leo-Kestenberg-Projektes in der freundschaftlichen Zusammenarbeit der Leo Kestenberg Musikschule und des Givatayim Conservatory in Israel. Seitdem wurde der Internationale Austausch mit hohem Engagement zu einem Aushängeschild der Musikschule ausgebaut – und er wächst.


2009 wurde vom Berliner Senat für die Partnerstadt Buenos Aires in Argentinien eine Berliner Musikschule für einen kulturellen Austausch gesucht. Der Auftrag wurde der Leo Kestenberg Musikschule erteilt.


Das Orquestas Juvenile entsandte zehn Jugendliche nach Berlin, um im Streichorchester der Leo Kestenberg Musikschule mitzuwirken. Das Projekt wurde mit einem festlichen Konzert im Roten Rathaus abgeschlossen. Bereits im Folgejahr erhielt das Streichorchester die Einladung zu einem Gegenbesuch in Buenos Aires. Es wurden weitere Kontakte geknüpft, u.a. mit dem Nachbarland Uruguay, dorthin ging die Reise im Jahr 2018, sowie mit dem Jacques-Dalcroze-Institut in Genf, Schweiz.


Durch einen Kollegen, der u.a. am Ithaca College, New York, als Professor für Klavier beschäftigt war, erhalten begabte Schüler_innen ein jährlich vergebenes Stipendium am dortigen Piano-Summer-Camp. Im Rahmen der Kooperation entwickelte sich ein fruchtbarer pädagogischer Austausch.


Ein weiterer Baustein ist ein Austauschprojekt der Fachgruppe Tasteninstrumente, das ausgewählte Klavierschüler_innen zur Vorbereitung eines vierhändig gespielten Konzertes an die Musikschule Isafjörđur in Island führte – eine spannende Erfahrung in diesem wilden nordischen Land mit Gletschern und speienden heißen Geysiren.


Unser wichtigster Partner ist das Givatayim Conservatory. Mit ihm verbindet uns unser Namensgeber, der Musikpolitiker, Pianist und Pädagoge Leo Kestenberg (1882-1962). Nach seiner Flucht vor den Nationalsozialisten wirkte er in Tel Aviv und richtete dort u.a. ein Seminar für Musikerziehung ein. Aharon Shefi, Mitbegründer und ehemaliger Leiter des Givatayim Conservatory, war sein Student. Seit dem Jahr 2008 besuchen sich die Orchester aus Givatayim und Berlin gegenseitig. Intensive Probenarbeit und spannende Ausflüge lassen die Jugendlichen auch menschlich einander näherkommen. Die gemeinsame musikalische Arbeit wurde mit viel Erfolg mehrfach in der Berliner Philharmonie präsentiert. Die Anwesenheit des israelischen Botschafters und von Berliner Politikern bei diesen Konzerten zeigt die Bedeutung, die auch von offizieller Seite der langjährigen internationalen Jugendarbeit beigemessen wird.

Über die Jahre sind viele Freundschaften entstanden, die stark geprägt sind durch das Bereichernde der verschiedenen Kulturen, denen wir angehören

Erwachsenenbildung

Erwachsenenbildung

Man ist nie zu alt, ein Instrument zu lernen oder Gesangsunterricht zu nehmen. An der Leo Kestenberg Musikschule erhalten Erwachsene in jedem Instrumentalfach Unterricht. Wenn Sie bereits singen oder ein Instrument spielen, können Sie auf ihrem Niveau in den Einzelunterricht einsteigen. Sie können aber auch ein Instrument ihrer Wahl von Beginn an lernen oder, wenn Sie gerne singen, ihre Stimme ausbilden lassen.

Für Fortgeschrittene gibt es die Möglichkeit, an einem Kammermusik-Ensemble für klassische, Alte Musik oder Neue Musik (Neue Musik. Neue Ton- und Klangkunst) mitzuwirken oder in eine Band der Fachgruppe Jazz, Rock, Pop einzusteigen. Wer in einem Streich- oder Sinfonieorchester mitwirken möchte, findet in den verschiedenen Ortsteilen des Bezirkes mehrere Angebote. Dies gilt ebenso für die Chöre der Musikschule, unter denen Sie zwischen verschiedenen Stilrichtungen und Formationen wählen können.

Für diejenigen, die gerne in der Gruppe musizieren möchten, aber noch nie ein Instrument gespielt oder Erfahrungen im Gesang gemacht haben, wurden spezielle Projekte eingerichtet. Dazu zählen beispielsweise das Blasorchesterprojekt und die Bandklassen für Erwachsene (Bandklassen). Es geht um die Freude am gemeinsamen Musikmachen und am Erleben von Musik.

Die Bläserklasse für Erwachsene richtet sich an Menschen, die gleichzeitig ein Blasinstrument erlernen und im Orchester spielen wollen. Der Klassenunterricht wird über die Dauer von zwei Jahren wöchentlich erteilt. Er beginnt mit Gruppenunterricht in den einzelnen Instrumentensätzen und einer anschließenden Orchesterprobe. Zur Wahl stehen Flöte, Klarinette, Saxofon, Trompete, Posaune, Horn, Tuba und Schlagwerk. Die Instrumente werden von der Musikschule gestellt. Nach Durchlaufen der Bläserklasse ist der Einstieg in ein weiterführendes Ensemble möglich. Zur Wahl stehen Ensembles mit klassisch-orchestralem Schwerpunkt oder mit offenerem Bandkontext und Raum für Improvisation.
Für Senioren gibt es das Angebot „Musik aktiv 55+“. Der Kurs wendet sich an Menschen, die Freude an Musik empfinden, hier wird Raum für Gemeinsamkeit und Kreativität geboten. Sie können singen, swingen, Rhythmus fühlen, hören, sich bewegen, ausprobieren, mit Liedern, Rhythmen und Musik aus Klassik, Folklore oder Popmusik.
Senioren höheren Alters sind eingeladen, an einem der Chöre des Programms „Senioren singen!“ teilzunehmen. Hier treffen in wöchentlichem Rhythmus alte Menschen zusammen und singen in lockerer und fröhlicher Atmosphäre. Jede Stimme ist zum Singen geeignet und willkommen. Gesungen werden alte Volkslieder und Schlager. Diese sind eine Fundgrube an schönen Melodien, sie spenden Trost, bringen Freude, wirken heilend - mal laut, mal leise, hell und rein, wild und kraftvoll oder zart: "Singen im Senioren-„Chor der Freude“, das macht mich froh. Bis heute verpasse ich keine Stunde, bin dankbar, in dieser frohen Runde. Und das seit zehn Jahren. Jede Minute, die ich hier singe, verlängert mein Leben um eine Stund’. Nun können Sie sich denken, wie alt ich werde. Heute bin ich 99 Jahre alt" (Ein Chormitglied)

 


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