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Hygiene-Auflagen, Dez. 21

Was bedeutet die erweiterte 2G-Regelung?

Es dürfen grundsätzlich nur geimpfte und genesene Personen am Unterricht teilnehmen. Zusätzlich muss eine Maske getragen werden. Wenn es für den Unterricht erforderlich ist, die Maske abzusetzen, kann dies unter Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern geschehen.


Ausgenommen von der 2G-Regel sind Schüler:innen, die regelmäßig im Rahmen des Schulbesuchs getestet werden (der Nachweis erfolgt durch Schülerausweis oder BVG-Karte), Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr sowie Personen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können.

Klangforschung, Audio Art und Recording in der ALTEN MÄLZEREI in Lichtenrade

Die Komponistin und AudioArt Künstlerin Sofia Borges bietet Workshops, Kurse und Einzelunterricht für Elektronik an: Hier könnt Ihr lernen, wie das Aufnehmen eigener Tracks funktioniert, wie wir live-elektronisch arbeiten können und wie wir mit FreeWare-Audioprogrammen oder mit Cubase zuhause am Labtop arbeiten können. Anmeldungen und Fragen an: theda.weber-lucks@lkms.de

Freie Plätze, Video-Tutorials und Konzertmitschnitte

Wichtiger Hinweis: Bis auf weiteres funktionieren unsere online-Anmelde-Formulare nicht. Bitte, melden Sie sich für ein Instrument oder Ensemble direkt bei der Fachgruppenleitung an! Wir haben freie Plätze für Kinder, Jugendliche und Erwachsene! Auf unserem YouTube Channel finden Sie anregende Tutorials und Konzertmitschnitte. - Bitte kontaktieren Sie entsprechenden Fachgruppenleitungen.

"Mit und durch Musik" oder: Alles begann mit Maria Leo - Radiokunstbeitrag

...MIT UND DURCH MUSIK...

Visionen von einer anderen Dimension des Mensch-Seins

Eine starke Vision von ungeahnten (kreativen) Möglichkeiten des Mensch-Seins, freigesetzt und entfacht mit und durch Musik.– Diese Vision stand im Zentrum des Lebenswerkes von Maria Leo (1873-1942).  

Ihrer Vision folgten Taten. Maria Leo gründete und leitete im Oktober 1911 in Berlin-Schöneberg eines der ersten musikpädagogischen Seminare für Frauen - weltweit. Wo es nur Brachland gab, hat die unermüdliche Pionierin neue Pfade gebahnt und für die Neukonzeption und staatliche Anerkennung des Musikerlehrer-Berufs gekämpft, bis sie, die Katholikin, deren Vater jüdischen Glaubens war, kurz vor dem Abtransport nach Theresienstadt ihrem Leben ein Ende setzte.

Seit nunmehr über 100 Jahren sind ihr unzählige Frauen in den Beruf der Musikpädagogin gefolgt.

Radiokunst-Arbeit

Mit einer collage-artig angelegten, musikalisch durchwirkten Radiokunst-Arbeit begeben sich die Autorinnen Theda Weber-Lucks und Katja Mengeringhausen zusammen mit der Komponistin Sofia Borges auf die Spurensuche. Was genau war es, von dem Maria Leo bewegt war - welche Visionen sind es, die Musikpädagoginnen heute bewegen und wie drückt sich das Ganze musikalisch aus?

Ausgehend von einem Gespräch mit der Maria Leo-Forscherin Christine Rhode-Jüchtern werden vier Musikpädagoginnen der Leo Kestenberg Musikschule, die Cellistin Friederike Bauer-Eschen, die Blockflötistin Gaby Bultmann, die Pianistin Felicitas Eickelberg und die Gitarristin und Gambistin Laurie Randolph mit ihren Sichtweisen zum eigenen pädagogischen und künstlerischen Schaffen stimmlich-musikalisch vorgestellt.

Basierend auf einem durchgehenden Netz aus perkussiven und vokal-experimentellen Klängen (Sofia Borges, Perc., Theda Weber-Lucks, Stimme), flechten sich die weiteren Stimmen in das Geschehen ein, verdichten sich, entfernen sich und zeigen in einem virtuellen Zeit-Fenster von etwa 100 Jahren, wie sich beginnend mit der zentralen Vision Maria Leos stets neue und ganz verschiedene Ideen vom musizierenden Menschen entzünden und gestalten.

(Beitrag der Leo Kestenberg Musikschule, FG Neue Musik. Neue Ton- und Klangkunst für den Frauen-März 2021)

Vorgeschichte:

Ein sorgfältig recherchiertes Buch (vorr. Erscheinen Oktober 2021), das von der Wissenschaftlerin und Musikpädagogin Anna Christine Rhode-Jüchtern im Oktober veröffentlicht werden soll, beleuchtet erstmals, in welch umfassenden Maße sich Maria Leo für einen professionellen Musikunterricht einsetzte. Diese sollte das bisherige Modell des damals üblichen Gesangsunterrichts sprengen und schließlich sogar ersetzen. - Erst durch die Nachforschungen Rhode-Jüchterns wird deutlich, dass Maria Leo selbst den grandiosen Entwurf „Musikerziehung und Musikpflege“ (1921) des Musikpolitikers der Weimarer Republik, Leo Kestenberg, inspirierte, für den er sich Zeit seines Lebens und Schaffens (ihre Worte übernehmend) einsetzte. Dabei ging es  beiden um eine Erziehung zur Menschlichkeit "mit und durch Musik", vom Kindergarten bis zur Universität. - Dass die Schönebergerin Maria Leo es darüberhinaus (durch ein privat finanziertes Seminar in der Pallasstr.) erstmals Frauen ermöglichte, den Beruf der Musikpädagogin zu ergreifen, geriet dabei leider ebenso in Vergessenheit...- 

Das Erscheinen des Buches über Maria Leo ist für den Oktober 2021 geplant. Es wird im Rahmen eines Internationalen Symposiums vom 15.- 17. Oktober 2021 an der Universität der Künste Berlin vorgestellt (Titel der Veranstaltung: "Das Lehren lernen: Anfänge und Stationen der Ausbildung von Instrumental- und Gesangslehrenden an der Schwelle zum 20. Jahrhundert")